Geschichtliches aus unserer Gemeinde

Die Geschichte unserer Gemeinde ist eng verbunden mit der Geschichte von Lichtenrade. Lichtenrade wurde vermutlich im 13. Jahrhundert gegründet, zumindest muss unsere Dorfkirche zwischen 1200 und 1300 errichtet worden sein.

Lesen Sie den Artikel, den unser früherer Pfr. Klein 1919/1920 geschrieben hat: 
Als Lichtenrade noch ein Dorf war . . .

Er beschreibt die Entwicklung von Dorf, Kirche und Gemeinde von den Anfängen bis zum Beginn des Jahres 1920, also bis kurz vor die Eingemeindung Lichtenrades zu Groß-Berlin.

Von Pfr. Klein gibt es auch ein Gedicht über Lichtenrade, das er vor 1920 geschrieben hat (1919?)

1902 wurde an unserer Dorfkirche der neue Turm mit einem spitzen Helmdach mit kleinen Spitzen an den vier Ecken errichtet und der Eingang in den neuen Turm verlegt. Am früheren Eingang wurde die Sakristei angebaut. Viele ältere Gemeindeglieder trauerten diesem Turmaufbau lange nach. Zum 100. Geburtstages unseres Kirchturms (2003) veröffentlichten wir einen Artikel aus dem "Teltower Kreisblatt" vom 9.6.1902 zur Grundsteinlegung.

Wir legten 1906 einen neuen Kirchhof zwischen Paplitzer Str. und Goltzstr. an. Auf dem alten Kirchhof wurden dann nur noch Nachbestattungen zu bestehenden Familiengräbern vorgenommen. Hier finden Sie einen Bericht über den Alten Kirchhof an der Dorfkirche.

1922 wurde unsere Dorfkirche umfangreich umgebaut. Bis dahin hatte sie -wie viele andere Kirchen in der Umgebeung auch- einen "Kanzelaltar". Er wurde entfernt. die Dorfkirche erhielt statt der flachen Balkendecke ein ein reich bemaltes Tonnengewölbe. Hier finden Sie einen Bericht von Herrn J. Bahl: "1922 - 2012: Vor 90 Jahren „verschwand“ der Kanzelaltar aus der Dorfkirche Lichtenrade"

Mit dem Bau der Eisenbahnlinie und der Haltestelle / dem Bahnhof Lichtenrade (1883) nahm unser Ort eine rasante Entwicklung. Bebaut wurde zunächst die Hilbertstr. und dann die Bahnhofstr., Wünsdorfer Str. Parzellierungen und (überwiegend) Einfamilienhäuser folgten in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Für die Straßenbahn baute man dann sogleich eine "Umgehungsstraße". Dieser weisen Voraussicht unserer Väter verdanken wir, dass der Verkehr bei uns nicht durch den historischen Dorfkern fließt, wie es in fast allen Nachbarorten der Fall ist oder lange der Fall war. 

Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges 1939 gab es noch einige Felder in Lichtenrade. Sie lagen am Lichtenrader Damm (Westseite) zwischen Raabestr. und Goltzstr., tlws. nur als schmaler Streifen, aber auch als große Fläche bis zur Steinstr., und östlich der heutigen Straße Im Domstift zwischen Groß-Ziethener  Str. und Carl-Staffeck-Str. Die Einwohnerzahl stieg sprungsartig an. Unsere Gemeinde erhielt eine zweite Pfarrstelle.

1926 erbauten wir unser "Neues Pfarrhaus", Goltzstr. 33. Es enthielt im Erdgeschoss einen Gemeindesaal, das Pfarrbüro und 2 weitere Gruppenräume, im Obergeschoss die Dienstwohnung für den 2. Gemeindepfarrer. 

Im Krieg wurden auch über  Lichtenrade viele Bomben abgeworfen. Unsere Dorfkirche wurde zweimal getroffen. Durch einen Bombenangriff am 29.12.1943 brannte sie völlig aus. Pfr. Roglin, der das "alte" Pfarrhaus hinter der Dorfkirche bewohnte, rettete aus der brennenden Kirche Kreuz, Altar, Taufengel und das Altargerät.

Der Wiederaufbau wurde unter schwersten Bedingungen (Blockade, Währungsreform, großer finanzieller Not) gleich nach Kriegsende vorbereitet. Richtfest konnte am 22.8.1948, Glockenfeier am 19. 12.1948 und schließlich die Einweihung am 3.4.1949 gefeiert werden.  Dabei bekam der Turm das für die Mark Brandenburg übliche Satteldach und die Decke wurde wieder als flache Holzbalkendecke ausgeführt. Bilder von der Dorfkirche

Lesen Sie die Ansprachen zum Richtfest unserer damaligen Pfarrer Dr. Dittmann, Schmidt und Jellinghaus sowie des Kirchenältesten, Herrn Piertzik. Sie berichten über die Geschichte, die durchgeführten änderungen, aber auch über die großen Probleme der damaligen Zeit.

Auch von die Einweihungsfeier am 3. April 1949 liegt uns ein Bericht vor.

Die starke Zunahme an Gemeindegliedern -einhergehend mit dem Bau neuer Wohnsiedlungen Bahnhofstr. Ecke Briesingstr., Bahnhofstr. / Gerstnerweg, Neue Heimat / Grimmstr., Hilbertstr (Ostseite), Barnetstr./ Werfelstr./ Simpsonweg/ Geibelstr., später dann Lichtenrade-Mitte zwischen Barnetstr./ Steinstr. und Lichtenrader Damm sowie Lichtenrade-Ost (südlich der Groß-Ziethener Str.) zwang uns zu weiteren Baumaßnahmen.

Es folgten Anfang der 50er Jahr die Friedenskapelle (Friedensweg 7) und 1956 das Gemeindezentrum Rackebüller Weg 64 mit der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche sowie die erste Erweiterung den "neuen Pfarrhauses" Goltzstr. 33 zum Gemeindehaus. Im Erdgeschoss wurde der Gemeindesaal erheblich vergrößert, es entstand eine kleine Teeküche und Toiletten, im Obergeschoss Räume für den Konfirmandenunterricht. Bild Goltzstr. 33

Lesen Sie hier eine kleine Chronik des Bereiches Lichtenrade-Nord mit der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, wie sie zum 25. Kirchweihfest erschienen ist. Die Ordnung zur Feier des 25. Jubiläums der DBK am 16.12.1981 finden Sie hier. Oder den Bericht über die Ankündigung der Grundsteinlegung im Gemeindebrief vom Juli 1955 sowie den Bericht über die Einweihung im Gemeindebrief Februar 1957


Unser erstes, provisorisches Gemeindezentrum Mitte in der Finchleystr. aus zusammengestellten Fertigteilen. Im Hintergrund die heutige Georg-Büchner-Oberschule (damals noch Carl-Zeiss-Gesamtschule)

In den 60er Jahren folgte das erste, provisorische Gemeindezentrum Mitte, der 1975 durch einen Neubau  ersetzt wurde und die Kindertagesstätte Alt-Lichtenrade 107. Lesen Sie hier eine Chronik der Abläufe von 1966 (Einweihung des Provisoriums Mitte) bis zur Einweihung des Neubaus des Gemeindezentrums Mitte am 6.4.1975.
Bilder von etwa 1975
  Grundriss

Schließlich folgte das Neubaugebiet südlich der Groß-Ziethener Str., östlich der Straße im Domstift.
Da ein großer Teil des Ackerlandes in Kirchenbesitz war, wurde eine Wohnsiedlung mit 2 Bauabschnitten (EKL I und EKL II) von unserer Gemeinde errichtet. Andere größere Bauherren waren die Ideal Wohnungsbausgesellschaft und die Siedlung Lehne. Am Marktplatz unserer Siedlung fand  das Gemeindezentrum in der Nahariyastr. 33 im Erdgeschoss eines der Hochhäuser seinen Platz, 1981 kam das Kinder- und Jugendhaus Nahariystr. 19 dazu.  Hier zu Bildern von der Grundsteinlegung.

1992 erfolgte der zweite Anbau am Gemeindehaus Goltzstr. 33 mit Räumen für Eltern-Kindgruppen, Jugendarbeit und die Teestube. 2004 erfolgte ein Umbau, um im Obergeschoss die Küsterei unterzubringen, die von 1975 bis 2004 im Gemeindezentrum Mitte, Finchleystr. untergebracht war. .  Bild Goltzstr. 33

Und schließlich hier eine Auflistung aller unserer Pfarrer seit 1547